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Radsport
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Tour du Pays de Gex-Valserine

Start Gex-Valserine

Diesmal ging es für mich für ein Rennen nach Frankreich. Leider spielte das Wetter nicht so richtig mit. 10 Grad und strömender Regen beim Start, eiskalt. Dafür sollte mir der Kurs liegen. Insgesamt 164,3 km und 3000 Hm. Der Schlussaufstieg allein hatte gut 500 Hm.

Um 12:50 ging es dann los, zuerst noch neutralisiert hinter dem Rennleiter eine Schlaufe durch den Ort. Und das bei strömendem Regen. Die Absicht dahinter? Nicht bekannt.

Nach dem Start ging es längere Zeit bergab. Die Attacken versuchte ich bestmöglich abzudecken und fuhr immer gut vorne mit. Auch beim nächsten Anstieg mit über 7 min zeigte ich mich ganz vorne. 390 W Durchschnitt und noch nicht am Limit - da durften die Beine an dem Tag wohl nicht so schlecht sein.

Verfolgergruppe

Immer wieder konnten sich Gruppen absetzen wo ich auch meist dabei war. Doch nachdem keine Gruppe entscheidend wegkam, nahm ich mich nach etwa 30 km etwas zurück. Im Anstieg zur ersten Bergwertung befand ich mich dann im vorderen Teil des Feldes, als ich plötzlich bemerkte, dass ich einen Hinterraddefekt hatte. Ganz blöde Situation, denn hinter diesem ersten Teil gab es eine kleine Lücke, dann kam der zweite Teil des Feldes und erst dahinter der Konvoi mit dem neutralen Materialwagen. Der Tausch dauerte dann auch viel zu lange, so dass ich weiter über eine Minute verlor. Also vollgas wieder aufs Rad und dem Feld hinterherjagen. Zuerst alleine, danach mit etwas Windschatten vom Auto für Gäste. Nach einigen Kilometern war ich dann wieder im Feld zurück, doch das hatte einige Körner gekostet.

Genau zu diesem Zeitpunkt löste sich vorne dann eine Gruppe, die dann auch bis ins Ziel kam. Nach 90 km wurde im Feld dann das erste Mal ein kontrolliertes Tempo gefahren. In den darauffolgenden Anstiegen fuhr ich immer weit vorne und half auch mit, damit das Tempo nicht runterfiel. So wurde auf jedem Anstieg ein guter Zug gefahren, der gegen Ende des Rennens auch immer mehr weh tat. Zumindest das Wetter spielte dann auch mit, denn nach dem strömenden Regen in der Startphase wurde es immer besser.

Hauptfeld Gex-Valserine

Auch gegen Ende gab es dann noch weitere Attacken aus dem dezimierten Hauptfeld, auch wenn die Spitzengruppe bereits 5 min Vorsprung hatte. Als kleine Gruppe ging es dann in den Schlussanstieg. Die letzten 10 km - ich hoffte nur noch, irgendwie ins Ziel zu kommen. Unten rein klemmte ich mich noch ans Hinterrad der anderen, was 340 W auf die ersten 6 min bedeutete. Die Beine waren bereits so müde, dass das schon weh tat. Das bereits minimierte Feld zerfiel immer weiter. Schlussendlich musste ich mein Tempo fahren und wurde 16. Mit dem Ergebnis war ich dann doch sehr zufrieden, immerhin war die Spitzengruppe schon etwa 15 Mann groß, auch wenn wir davon ein paar wieder eingeholt hatten.

Hauptfeld nach Kreisverkehr Gex-Valserine Michael Konczer