Diese Website verwendet Cookies. Durch die weitere Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden. Mehr Infos

Vysočina 2019

1. Etappe

Die erste Etappe führte über 115,4 km mit neuem Kurs. Gleich vom Start ging es einen Anstieg hinauf als Anfahrt zu den Runden, die dann 10 Mal zu fahren waren. Auf diesem ersten Anstieg versuchte ich mehrmals mein Glück. Zuerst setzte ich mich ans Hinterrad anderer Fahrer, die versuchten, rauszufahren. Im Anschluss attackierte ich noch alleine und fuhr so einige Sekunden vor dem Feld, bis von hinten eine kleine Gruppe auf mich aufschloss, an die ich mich noch dranhängte. Leider war auch dieses Unterfangen dann bald beendet.

Am Rundkurs wurde dann immer wieder attackiert. Vorne fuhr eine große Gruppe raus, blieb aber lange in Sichtweite. Auch ich versuchte gemeinsam mit anderen da nach vorne zu kommen. Das große Hauptfeld ließ uns allerdings nicht entscheidend wegkommen. Gegen Ende des Rennens wurde es noch einmal langsamer, bevor es in der letzten Runde erneut schnell wurde. Am letzten Anstieg nahm ich dann raus, um mich noch etwas für den folgenden Tag zu schonen, denn da hatte ich mir vorgenommen, noch etwas zu probieren.

Konvoinummer

2. Etappe

Auf den 134,3 km der zweiten Etappe ging es wieder richtig zur Sache. Der erste längere Anstieg nach 9 km teilte das Feld gleich in mehrere Gruppen. Ich machte im Anstieg einige Positionen gut und kam in den ersten 10 Positionen über die Kuppe. Eine Gruppe hinter uns schloss wieder auf und so ging es in die Abfahrt. Nach der Abfahrt wurde immer wieder attackiert und auch ich probierte es hier einmal. Niemand folgte mir am Hinterrad, also fuhr ich einige Meter solo vor dem Feld her, wurde aber schnell wieder gestellt.

Von da an hieß es im Feld überleben. Es dauerte, bis eine dreiköpfige Spitzengruppe ging und das Tempo im Feld endlich etwas langsamer und kontrollierter wurde. Doch auch diese Spitzengruppe war in der vorletzte Runde dann Geschichte und das Tempo im Feld wurde wieder richtig schnell - schließlich ging es auch noch um Bergpunkte.

Ich blieb im Feld, machte auf der letzten Abfahrt noch einige Positionen gut und kam dann sicher mit dem Hauptfeld, 50 s hinter den drei Spitzenreitern als 58. ins Ziel

Startbogen

3. Etappe

FÜr die 129,2 km lange 3. Etappe waren Gewitter vorhergesagt. Gleich beim Start fing es leicht an zu regnen, dies nahm aber keinen Einfluss auf den Rennverlauf. Sehr schnell konnte sich wieder eine Gruppe absetzen. Doch nachdem man hinten die Nachführarbeit gestaltete, wurde diese Gruppe bei der Bergwertung wieder eingeholt. Zu diesem Zeitpunkt befand ich mich sehr weit vorne im Feld, ging aber bei der nächsten Attacke nicht sofort mit. Genau diese Attacke war allerdings die entscheinde, denn die Gruppe, die sich daraufhin absetzen konnte, kam schlussendlich auch ins Ziel. Nach einiger Zeit ließ man die Gruppe ziehen und das Tempo im Feld wurde sehr langsam.

Auf der dritten Runde setzten sich drei Fahrer leicht vom Hauptfeld ab, ich schloss zu ihnen auf und forderte sie auf, mitzufahren. Wir vergrößerten den Vorsprung auf das Hauptfeld auf knapp 2 min, doch leider wurden wir kurz vor dem letzten Anstieg wieder gestellt. Im Feld ging es dann Richtung Ziel. Aus dem Feld heraus ging es allerdings nur noch um Rang 9.

4. Etappe

Die letzte Etappe war mit 81,8 km zugleich die kürzeste Etappe. Bei wieder gutem Wetter versuchten sich die ersten Fahrer schon bald abzusetzen. Nach einigen Attacken bildete sich vorne schnell eine große Gruppe, zu der auch ich noch hinsprang. Da mein sportlicher Leiter über Nacht erkrankt war, wurde ich vom Union Raiffeisen Radteam Tirol mitbetreut und bot auch meine Hilfe an. Da das Union Raiffeisen Radteam Tirol in der Teamwertung auf dem zweiten Gesamtrang lag und drei Fahrer des Teams mit in der großen Gruppe waren, spannte ich mich vor das Feld, um den Abstand zu weiter vorne liegenden Fahrern nicht zu groß werden zu lassen und auch um die abgehängten Fahrer nicht mehr aufschließen zu lassen.

Auf den Runden mit dem längeren Anstieg musste ich auf der zweiten von fünf Runden das Feld ziehen lassen. Die Tempowechsel mitzugehen war bei mir nicht mehr möglich. Ich half auf den restlichen Kilometern Daniel Reiter und so konnte er das Ziel mit nur 3:32 min Rückstand auf das Hauptfeld erreichen.

Den Tagessieg und damit auch den Rundfahrtssieg holte sich Patrick Haller vom deutschen Nationalteam. Manuel Bosch (Union Raiffeisen Radteam Tirol) wurde auf dieser Etappe 3., was auch seinem Rang in der Gesamtwertung entsprach.

Führungstrikots

Ich selbst bin mit der Rundfahrt zufrieden, schließlich habe ich doch jeden Tag etwas versucht und auch die Beine wurden von Tag zu Tag besser. Als nächstes wichtiges Rennen steht nun der GP Judendorf (UCI 1.2) im September an.